Schwerpunkt
Kipti
Von der Beobachtung zum Dokument
- Beobachtungen
- Rollenrechte
- Berichte
Vergleich für Schulen · Stand: 29.07.2026
Kurzfazit
ChatGPT ist die bessere Wahl für offene, flexible Einzelaufgaben – Recherche, Textentwürfe, Erklärungen, Ideensammlung – sofern die genutzte Produktstufe für die jeweiligen Daten und Zwecke freigegeben ist. Kipti ist für den Fall spezialisiert, dass reale Beobachtungen strukturiert in wiederkehrende Schuldokumente überführt und von mehreren Fachrollen mit geregelten Zugriffsrechten bearbeitet werden sollen.
Beide bringen KI in den Schulalltag, setzen aber an unterschiedlichen Aufgaben an. ChatGPT ist ein allgemeiner Assistent für offene Einzelaufgaben. Kipti ist auf den wiederkehrenden Weg von der Beobachtung zum fertigen Schuldokument spezialisiert – mit Rollenrechten, verpflichtender fachlicher Prüfung und vertraglich festgelegten Verarbeitungsorten für Daten dokumentierter Personen.
Schwerpunkt
Kipti
Von der Beobachtung zum Dokument
Schwerpunkt
ChatGPT
Offene Einzelaufgaben
Die Tabelle verdichtet die öffentlich beschriebenen Schwerpunkte, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angaben zu ChatGPT stammen aus den unten verlinkten Anbieterquellen, abgerufen am 29.07.2026. Prüft Details und Konditionen vor einer Entscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter.
Verglichen werden die Consumer-Stufen von ChatGPT (Free, Go und Plus), weil sie ohne Organisationsvertrag zugänglich sind und deshalb im Schulalltag am ehesten auftauchen. Belastbare Zahlen zur Verbreitung der einzelnen Stufen an Schulen liegen uns nicht vor. Für ChatGPT Business, Enterprise und Edu gelten abweichende Bedingungen – wo das den Vergleich verändert, steht es in der jeweiligen Zeile.
Hinweis zum US CLOUD Act: Ob ein bestimmter Anbieter – gleich welcher – von den Pflichten aus 18 U.S.C. § 2713 erfasst wird, ist eine rechtliche Frage des Einzelfalls. EDSA und EDSB bezeichnen den Anwendungsbereich in ihrer gemeinsamen Antwort an den LIBE-Ausschuss vom 10.07.2019 ausdrücklich als in Teilen ungeklärt und halten zugleich fest, dass die Norm keine anlasslose Massenerhebung erlaubt, sondern zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien regelt. Wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Nach Art. 48 DSGVO werden Entscheidungen von Drittstaatsbehörden in der EU zudem nicht automatisch anerkannt oder vollstreckt.
Die genannten Kipti-Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Für ChatGPT nennen wir bewusst keine Beträge: Preise und Steuerangaben unterscheiden sich je nach Produktstufe und Land und sind der Preisseite des Anbieters zu entnehmen.
Die richtige Wahl hängt nicht von der längsten Funktionsliste ab, sondern vom wiederkehrenden Arbeitsablauf eures Teams.
Die Funktionsliste allein erklärt noch nicht, wie sich die Produkte im Schulalltag verhalten. Diese Bereiche entscheiden meist über die Passung.
Kipti beginnt bei unstrukturierten Beobachtungen und führt sie über die Zeit zu prüfbaren Entwürfen für Lernentwicklungsberichte, Förderpläne oder Gespräche zusammen. Der Vertrag beschreibt genau diese Datenarten und begrenzt den vorgesehenen Zweck auf Strukturierung, Zusammenfassung und Dokumententwurf. ChatGPT erzeugt Texte und Analysen zu beliebigen Aufgaben; ein schulischer Fallakten- und Berechtigungsprozess ist laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Wer einen solchen Prozess braucht, sollte vor dem Einsatz beim Anbieter klären, wie er sich abbilden lässt.
„ChatGPT“ ist datenschutzrechtlich kein einheitliches Angebot. Bei Diensten für Einzelpersonen können Inhalte laut OpenAI für die Modellverbesserung verwendet werden, sofern nicht widersprochen wird; Temporary Chats werden nicht zum Training genutzt. Business, Enterprise, Edu und API schließen Training mit Ein- und Ausgaben standardmäßig aus. Ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag ist dabei für Business, Enterprise und die API vorgesehen – für ChatGPT Edu gilt stattdessen OpenAIs Student Data Privacy Agreement. Wer Schülerdaten verarbeiten will, muss deshalb zuerst die Stufe, den Vertrag und die Konfiguration prüfen.
Der US CLOUD Act wurde am 23. März 2018 als Division V des Consolidated Appropriations Act, 2018 erlassen und fügte 18 U.S.C. § 2713 ein. Die Vorschrift begründet keine eigene Zugriffsbefugnis, sondern erstreckt bestehende Sicherungs- und Herausgabepflichten des US-Rechts auf Daten „within such provider’s possession, custody, or control, regardless of whether such communication, record, or other information is located within or outside of the United States“. EDSA und EDSB ordnen das in ihrer gemeinsamen Antwort an den LIBE-Ausschuss vom 10.07.2019 ein: Der CLOUD Act erlaube keine systematische oder anlasslose Massenerhebung, sondern regele zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien; zugleich sei ungeklärt, wie weit sein Anwendungsbereich reicht – etwa bei EU-Gesellschaften US-amerikanischer Konzerne. Ob ein bestimmter Anbieter erfasst ist, ist damit eine Frage des Einzelfalls; wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Die EDSA-Leitlinien 02/2024 zu Art. 48 DSGVO (Version 2.1, angenommen am 04.06.2025) halten daran fest, dass Entscheidungen von Drittstaatsbehörden in der EU nicht automatisch anerkannt oder vollstreckt werden, schließen andere Rechtsgrundlagen im Einzelfall aber nicht aus. Für Kipti gilt die vertragliche Festlegung im AVV § 14(4): Für personenbezogene Daten dokumentierter Personen bestehen keine technischen Mittel für einen Zugriff von außerhalb der EU. Für übrige Kunden- und Nutzerdaten gelten weitere Dienstleister und zulässige Transfermechanismen.
Kipti verbindet Notizen, Profile, Aufgaben und Dokumententwürfe zu einem gemeinsamen Arbeitsstand und regelt über Rollen, Least Privilege und Row-Level Security, wer was sieht. Bei ChatGPT sind Free, Go und Plus persönliche Konten; eine Organisations- oder Rollenverwaltung ist dafür laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Business, Enterprise und Edu bringen Workspace-, Rollen- und Administrationskontrollen mit. Ob sich daraus ein schulisches Zuständigkeits- und Aktenmodell abbilden lässt, ist in der Anbieterdokumentation nicht beschrieben.
Beginnt mit dem Prozess, der im Alltag wirklich wiederkehrt. Ergänzende Funktionen sind erst danach ein sinnvolles Entscheidungskriterium.
Wählt ChatGPT, wenn ihr vor allem einen flexiblen Assistenten für offene Einzelaufgaben braucht: recherchieren, formulieren, umformulieren, erklären, Ideen sammeln oder Material aufbereiten. Für den Einsatz mit personenbezogenen Schuldaten prüft vorher die Produktstufe, den Vertrag, die Konfiguration und die Freigabe eurer Schule oder eures Trägers.
Wählt Kipti, wenn dieselben Beobachtungen mehrfach gebraucht werden: erfassen, über längere Zeit verfügbar halten und daraus Lernentwicklungsberichte, Förderpläne oder Gesprächsvorbereitungen erstellen. Kipti passt außerdem, wenn mehrere Fachrollen mit geregelten Zugriffsrechten am selben Stand arbeiten und Verarbeitungsorte vertraglich festgelegt sein sollen.
Stand: 29.07.2026
Produktumfänge und Preise können sich ändern. Für eine verbindliche Entscheidung gelten die aktuellen Angaben der Anbieter.
Antworten zur Einordnung von Kipti und ChatGPT.
Für wiederkehrende Schülerdokumentation ja, für allgemeine KI-Aufgaben nicht vollständig. ChatGPT ist breiter für offene Einzelaufgaben. Kipti ist auf Beobachtungen, schülerbezogenen Kontext, Dokumententwürfe und geregelte Zusammenarbeit im Team ausgerichtet.
Nicht pauschal. Die Schule muss das konkrete Angebot, den Vertrag, Datenkontrollen, Speicher- und Verarbeitungsoptionen, die Datenkategorie, Rechtsgrundlage, den Zweck und die lokale Freigabe prüfen. Consumer-, Business-, Enterprise-, Edu- und API-Angebote haben unterschiedliche Bedingungen. Stand der Anbieterangaben: 29.07.2026.
So pauschal nicht. Beide schließen Training standardmäßig aus und bieten zusätzliche Kontrollen. Ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag ist allerdings für ChatGPT Business, Enterprise und die API vorgesehen – für ChatGPT Edu gilt stattdessen OpenAIs Student Data Privacy Agreement, ein an US-Recht orientiertes Instrument. Zudem führt OpenAIs DPA sensible Daten nicht als regulär beabsichtigte Übermittlung auf. Datenart, Zweck, Rechtsgrundlage, Konfiguration, Transfers und Freigaben sind gesondert zu prüfen. Angaben nach OpenAIs Enterprise-Privacy- und DPA-Dokumentation, Stand 29.07.2026.
Der CLOUD Act von 2018 erstreckt bestimmte Herausgabe- und Sicherungspflichten des US-Rechts auf Daten, die ein erfasster Anbieter in seiner Verfügungsgewalt hat – unabhängig davon, ob sie in den USA oder außerhalb gespeichert sind. EDSA und EDSB betonen in ihrer gemeinsamen Antwort vom 10.07.2019, dass er keine anlasslose Massenerhebung erlaubt, sondern zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien regelt, und dass sein Anwendungsbereich in Teilen ungeklärt ist. Ob ein bestimmter Anbieter erfasst ist, ist deshalb eine Frage des Einzelfalls; wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Für Kipti gilt die vertragliche Festlegung im AVV, dass für personenbezogene Daten dokumentierter Personen keine technischen Mittel für einen Zugriff von außerhalb der EU bestehen.
So weit reicht der Vergleich nicht. ChatGPT bleibt breiter für offene Assistenzaufgaben. Kipti ersetzt das nicht generell, sondern spezialisiert den Prozess für schülerbezogene Dokumentation und multiprofessionelle Zusammenarbeit.
Das hängt vom Anbieter und der Produktstufe ab. Kipti schließt die Nutzung von Kundendaten zum Training oder zur Verbesserung von KI-Modellen vertraglich aus. Bei OpenAI gilt für Dienste für Einzelpersonen, dass Inhalte für die Modellverbesserung verwendet werden können, solange nicht widersprochen wird; für ChatGPT Business, Enterprise, Edu und die API ist Training mit Ein- und Ausgaben laut OpenAI standardmäßig ausgeschlossen. Stand der Anbieterangaben: 29.07.2026.
Die öffentlich verfügbaren Produkt- und Vertragsangaben wurden am 29.07.2026 abgerufen. Verbindlich sind immer die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter.
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