Kipti

Vergleich für Schulen · Stand: 29.07.2026

Kipti vs. ChatGPT: Vergleich 2026

Kurzfazit

ChatGPT ist die bessere Wahl für offene, flexible Einzelaufgaben – Recherche, Textentwürfe, Erklärungen, Ideensammlung – sofern die genutzte Produktstufe für die jeweiligen Daten und Zwecke freigegeben ist. Kipti ist für den Fall spezialisiert, dass reale Beobachtungen strukturiert in wiederkehrende Schuldokumente überführt und von mehreren Fachrollen mit geregelten Zugriffsrechten bearbeitet werden sollen.

Beide bringen KI in den Schulalltag, setzen aber an unterschiedlichen Aufgaben an. ChatGPT ist ein allgemeiner Assistent für offene Einzelaufgaben. Kipti ist auf den wiederkehrenden Weg von der Beobachtung zum fertigen Schuldokument spezialisiert – mit Rollenrechten, verpflichtender fachlicher Prüfung und vertraglich festgelegten Verarbeitungsorten für Daten dokumentierter Personen.

Fokus
Arbeitsablauf
Einsatzbereich

Schwerpunkt

Kipti

Von der Beobachtung zum Dokument

  • Beobachtungen
  • Rollenrechte
  • Berichte

Schwerpunkt

ChatGPT

Offene Einzelaufgaben

  • Recherche
  • Textentwürfe
  • Erklärungen
Gegenüberstellung

Kipti und ChatGPT nach Arbeitsbereich

Die Tabelle verdichtet die öffentlich beschriebenen Schwerpunkte, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angaben zu ChatGPT stammen aus den unten verlinkten Anbieterquellen, abgerufen am 29.07.2026. Prüft Details und Konditionen vor einer Entscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter.

Verglichen werden die Consumer-Stufen von ChatGPT (Free, Go und Plus), weil sie ohne Organisationsvertrag zugänglich sind und deshalb im Schulalltag am ehesten auftauchen. Belastbare Zahlen zur Verbreitung der einzelnen Stufen an Schulen liegen uns nicht vor. Für ChatGPT Business, Enterprise und Edu gelten abweichende Bedingungen – wo das den Vergleich verändert, steht es in der jeweiligen Zeile.

Fokus

Kipti
Wiederkehrende, schülerbezogene Dokumentation und Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team
ChatGPT
Offene Text-, Analyse-, Wissens- und Assistenzaufgaben; einen schulischen Dokumentationsprozess gestaltet die Organisation zusätzlich selbst

Ausgangspunkt im Alltag

Kipti
Eine Beobachtung oder Information wird einer dokumentierten Person zugeordnet und für die weitere Dokumentation strukturiert
ChatGPT
Startet mit einem Prompt, einer Datei oder einer verbundenen Quelle; Kontext und Ablage gestalten die nutzende Person beziehungsweise der Workspace

Schülerkontext über Zeit

Kipti
Vertraglich für Notizen, Beobachtungen, Profile, Berichte und Entwicklungsverläufe dokumentierter Personen ausgelegt (AVV §§ 2–4)
ChatGPT
Kontext kann in Chats, Projekten, Dateien oder angebundenen Quellen liegen; ein schulischer Fallakten- und Berechtigungsprozess ist laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben

Zweckgebundene Outputs

Kipti
Strukturierung, Zusammenfassung sowie Vorbereitung oder Entwurf von Berichten, Dokumentationen und Kommunikation (AGB § 6(1)); die fachliche Prüfung bleibt erforderlich
ChatGPT
Flexible Entwürfe und Analysen; Format, Quellenbezug, fachliche Prüfung und die anschließende Ablage liegen bei der nutzenden Person

Modelltraining

Kipti
Kundendaten werden laut AVV, AGB und Datenschutzerklärung nicht zum Training oder zur Verbesserung von KI-Modellen verwendet
ChatGPT
Für Dienste für Einzelpersonen gibt OpenAI an, Inhalte für das Modelltraining verwenden zu können, solange nicht über das Datenschutzportal widersprochen wird. Für ChatGPT Business, Enterprise, Edu und die API ist Training mit Ein- und Ausgaben laut OpenAI standardmäßig ausgeschlossen. Temporary Chats werden laut OpenAI nicht zum Training genutzt

Verarbeitungsort der KI-Inferenz

Kipti
Personenbezogene Daten dokumentierter Personen werden für KI-Inferenz nur bei EWR-Anbietern mit Verarbeitung in der EU oder auf Kiptis europäischer Infrastruktur verarbeitet; genannt sind Scaleway (FR) und Inceptron (SE)
ChatGPT
Für Free, Go und Plus ist eine Datenresidenz laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Berechtigte API-Kunden sowie neue Enterprise- und Edu-Kunden können europäische Speicherung und GPU-Inferenz wählen; OpenAI hält dazu fest: „Non-GPU processing may still occur globally.“

Primäres Hosting

Kipti
Plattform- und Datenbankhosting bei Hetzner in Deutschland auf nach BSI C5 zertifizierter Infrastruktur; verschlüsselte Backups bei Scaleway in Frankreich
ChatGPT
Standardmäßig verarbeitet OpenAI global. Für berechtigte API-Kunden sowie neue Enterprise- und Edu-Kunden ist europäische Speicherung wählbar; sie gilt laut OpenAI nur für definierte In-Scope-Inhalte. Ausgenommen sind unter anderem Account- und Abrechnungsdaten, Logins, Workspace-Metadaten sowie transiente Verarbeitungsschritte

Drittlandtransfers laut Vertrag

Kipti
Für personenbezogene Daten dokumentierter Personen hält der AVV § 14(4) fest, dass keine technischen Mittel für einen Zugriff von außerhalb der EU bestehen. Für übrige Kunden- und Nutzerdaten gelten weitere Dienstleister und zulässige Transfermechanismen
ChatGPT
Vertragspartner für EWR-Kunden ist laut OpenAI die OpenAI Ireland Ltd.; Übermittlungen außerhalb EWR und Schweiz stützt das DPA auf Standardvertragsklauseln oder einen Angemessenheitsbeschluss

Unterauftragsverarbeiter

Kipti
Für Daten dokumentierter Personen nennt Kipti ausschließlich EWR-Anbieter mit Verarbeitung in der EU
ChatGPT
OpenAI listet globale Cloud-, Support-, Moderations- und Infrastrukturdienstleister, darunter Standorte in den USA, Kanada und auf den Philippinen

AVV und Rollen nach DSGVO

Kipti
AVV nach Art. 28 DSGVO (v1.1, Stand 28.05.2026); Kipti ist Auftragsverarbeiterin, Schule oder Träger bleiben Verantwortliche
ChatGPT
Ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag ist laut OpenAI für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API vorgesehen. Für ChatGPT Edu gilt stattdessen OpenAIs Student Data Privacy Agreement. Für Free, Go und Plus ist ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben

Besondere Kategorien personenbezogener Daten

Kipti
Technisch und vertraglich vorgesehen, soweit der Auftraggeber sie bestimmungsgemäß eingibt (AVV § 3(1)(d), AGB § 9(6)); die rechtliche Zulässigkeit liegt beim Verantwortlichen
ChatGPT
Das OpenAI-DPA führt in Schedule 1 sensible Daten als nicht zur Übermittlung vorgesehen auf – außer wenn Nutzer:innen sie unerwartet in unstrukturierte Daten aufnehmen. Ob eine geplante Verarbeitung sensibler Schülerdaten zulässig ist, entscheidet in beiden Fällen der Verantwortliche

Rollen und Zugriffsrechte

Kipti
Organisationskonten, RBAC, Least Privilege, Mandantentrennung inklusive Row-Level Security und rollenbezogene Sichtbarkeit (AVV Anlage 1, Ziff. 1.3–1.4)
ChatGPT
Free, Go und Plus sind persönliche Konten; eine Organisations- oder Rollenverwaltung ist für sie laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Business bietet SAML-SSO und Admin-Rollen, Enterprise und Edu zusätzlich SCIM und benutzerdefinierte Rollen. MFA lässt sich laut OpenAI derzeit workspace-weit nicht erzwingen

Speicherdauer und Löschung

Kipti
Nach Vertragsende 30 Tage Exportmöglichkeit, unwiderrufliche Löschung spätestens nach 90 Tagen, vorbehaltlich gesetzlicher Pflichten (AVV § 12)
ChatGPT
Aufbewahrung und Administrationskontrollen hängen laut OpenAI von Angebot und Konfiguration ab. Zu Temporary Chats hält OpenAI fest: „For safety purposes we may still keep a copy for up to 30 days.“

Automatisierte Entscheidungen

Kipti
KI-Ausgaben haben Vorschlagscharakter; automatisierte Entscheidungen nach Art. 22 DSGVO und Profiling sind vertraglich ausgeschlossen (AVV § 2(4), AGB § 6(2))
ChatGPT
Zweck und Grenzen des Einsatzes legt die nutzende Organisation fest; eine vertragliche Zweckbegrenzung für schulische Entscheidungen ist für die Consumer-Stufen laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben

Preis

Kipti
Kostenloser Einstieg; Basis 12,99 € pro Monat und Sitz, Team 9,99 € pro Monat und Sitz ab 5 Plätzen
ChatGPT
Free kostenlos; Go, Plus und Pro als persönliche Abonnements, Business und Enterprise als Organisationstarife. Zu Go weist OpenAI aus: „This plan may include ads.“ Aktuelle Beträge und Steuerangaben stehen auf der Preisseite des Anbieters

Ideal für

Kipti
Schulen und multiprofessionelle Teams mit laufender, schülerbezogener Dokumentation, Übergaben und Berichtsanlässen
ChatGPT
Einzelne offene Aufgaben: Recherche, Textentwürfe, Erklärungen, Ideensammlung und allgemeine Assistenz

Hinweis zum US CLOUD Act: Ob ein bestimmter Anbieter – gleich welcher – von den Pflichten aus 18 U.S.C. § 2713 erfasst wird, ist eine rechtliche Frage des Einzelfalls. EDSA und EDSB bezeichnen den Anwendungsbereich in ihrer gemeinsamen Antwort an den LIBE-Ausschuss vom 10.07.2019 ausdrücklich als in Teilen ungeklärt und halten zugleich fest, dass die Norm keine anlasslose Massenerhebung erlaubt, sondern zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien regelt. Wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Nach Art. 48 DSGVO werden Entscheidungen von Drittstaatsbehörden in der EU zudem nicht automatisch anerkannt oder vollstreckt.

Kipti-Preise aus der Preisseite: Basis 12,99 € monatlich oder 129,90 € jährlich pro Person. Team 9,99 € monatlich oder 99,90 € jährlich pro Person ab 5 Plätzen. Alle Tarife ansehen

Die genannten Kipti-Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Für ChatGPT nennen wir bewusst keine Beträge: Preise und Steuerangaben unterscheiden sich je nach Produktstufe und Land und sind der Preisseite des Anbieters zu entnehmen.

Stärken

Wo die Angebote ihren Schwerpunkt setzen

Die richtige Wahl hängt nicht von der längsten Funktionsliste ab, sondern vom wiederkehrenden Arbeitsablauf eures Teams.

ChatGPT

  • Sehr breites Aufgabenspektrum von Recherche über Textarbeit bis Analyse.
  • Sofort einsatzbereit, ohne Einführungsprojekt oder Rollenkonzept.
  • Große Auswahl an Stufen vom kostenlosen Zugang bis zu Organisationstarifen.
  • Für Business, Enterprise, Edu und die API ist Training mit Ein- und Ausgaben standardmäßig ausgeschlossen.
  • Berechtigte API-Kunden sowie neue Enterprise- und Edu-Kunden können europäische Speicherung wählen.

Kipti

  • Beobachtungen per Sprache oder Text direkt einer dokumentierten Person zuordnen.
  • Dieselbe Beobachtungsbasis für Lernentwicklungsberichte, Förderpläne und Gespräche weiterverwenden.
  • Rollenrechte, Freigaben und Mandantentrennung sind vertraglich dokumentiert.
  • Verarbeitungsorte für Daten dokumentierter Personen sind im AVV festgelegt.
  • Kundendaten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.
  • KI-Ausgaben bleiben Entwürfe und werden von Fachkräften geprüft.
Im Detail

Die wichtigsten Unterschiede im Arbeitsablauf

Die Funktionsliste allein erklärt noch nicht, wie sich die Produkte im Schulalltag verhalten. Diese Bereiche entscheiden meist über die Passung.

01

Spezialisierung auf den schulischen Dokumentationsprozess

Kipti beginnt bei unstrukturierten Beobachtungen und führt sie über die Zeit zu prüfbaren Entwürfen für Lernentwicklungsberichte, Förderpläne oder Gespräche zusammen. Der Vertrag beschreibt genau diese Datenarten und begrenzt den vorgesehenen Zweck auf Strukturierung, Zusammenfassung und Dokumententwurf. ChatGPT erzeugt Texte und Analysen zu beliebigen Aufgaben; ein schulischer Fallakten- und Berechtigungsprozess ist laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Wer einen solchen Prozess braucht, sollte vor dem Einsatz beim Anbieter klären, wie er sich abbilden lässt.

02

Produktstufe entscheidet über die Bedingungen

„ChatGPT“ ist datenschutzrechtlich kein einheitliches Angebot. Bei Diensten für Einzelpersonen können Inhalte laut OpenAI für die Modellverbesserung verwendet werden, sofern nicht widersprochen wird; Temporary Chats werden nicht zum Training genutzt. Business, Enterprise, Edu und API schließen Training mit Ein- und Ausgaben standardmäßig aus. Ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag ist dabei für Business, Enterprise und die API vorgesehen – für ChatGPT Edu gilt stattdessen OpenAIs Student Data Privacy Agreement. Wer Schülerdaten verarbeiten will, muss deshalb zuerst die Stufe, den Vertrag und die Konfiguration prüfen.

03

Verarbeitungsort und Zugriff durch Drittstaatenbehörden

Der US CLOUD Act wurde am 23. März 2018 als Division V des Consolidated Appropriations Act, 2018 erlassen und fügte 18 U.S.C. § 2713 ein. Die Vorschrift begründet keine eigene Zugriffsbefugnis, sondern erstreckt bestehende Sicherungs- und Herausgabepflichten des US-Rechts auf Daten „within such provider’s possession, custody, or control, regardless of whether such communication, record, or other information is located within or outside of the United States“. EDSA und EDSB ordnen das in ihrer gemeinsamen Antwort an den LIBE-Ausschuss vom 10.07.2019 ein: Der CLOUD Act erlaube keine systematische oder anlasslose Massenerhebung, sondern regele zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien; zugleich sei ungeklärt, wie weit sein Anwendungsbereich reicht – etwa bei EU-Gesellschaften US-amerikanischer Konzerne. Ob ein bestimmter Anbieter erfasst ist, ist damit eine Frage des Einzelfalls; wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Die EDSA-Leitlinien 02/2024 zu Art. 48 DSGVO (Version 2.1, angenommen am 04.06.2025) halten daran fest, dass Entscheidungen von Drittstaatsbehörden in der EU nicht automatisch anerkannt oder vollstreckt werden, schließen andere Rechtsgrundlagen im Einzelfall aber nicht aus. Für Kipti gilt die vertragliche Festlegung im AVV § 14(4): Für personenbezogene Daten dokumentierter Personen bestehen keine technischen Mittel für einen Zugriff von außerhalb der EU. Für übrige Kunden- und Nutzerdaten gelten weitere Dienstleister und zulässige Transfermechanismen.

04

Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team

Kipti verbindet Notizen, Profile, Aufgaben und Dokumententwürfe zu einem gemeinsamen Arbeitsstand und regelt über Rollen, Least Privilege und Row-Level Security, wer was sieht. Bei ChatGPT sind Free, Go und Plus persönliche Konten; eine Organisations- oder Rollenverwaltung ist dafür laut Anbieterdokumentation nicht beschrieben. Business, Enterprise und Edu bringen Workspace-, Rollen- und Administrationskontrollen mit. Ob sich daraus ein schulisches Zuständigkeits- und Aktenmodell abbilden lässt, ist in der Anbieterdokumentation nicht beschrieben.

Entscheidungshilfe

Wann welches Angebot die richtige Wahl ist

Beginnt mit dem Prozess, der im Alltag wirklich wiederkehrt. Ergänzende Funktionen sind erst danach ein sinnvolles Entscheidungskriterium.

Wann ChatGPT die richtige Wahl ist

Wählt ChatGPT, wenn ihr vor allem einen flexiblen Assistenten für offene Einzelaufgaben braucht: recherchieren, formulieren, umformulieren, erklären, Ideen sammeln oder Material aufbereiten. Für den Einsatz mit personenbezogenen Schuldaten prüft vorher die Produktstufe, den Vertrag, die Konfiguration und die Freigabe eurer Schule oder eures Trägers.

  • ein flexibler Assistent für wechselnde Einzelaufgaben gebraucht wird
  • ohne Einführungsprojekt sofort losgelegt werden soll
  • die Aufgabe keine personenbezogenen Schuldaten berührt

Wann Kipti die richtige Wahl ist

Wählt Kipti, wenn dieselben Beobachtungen mehrfach gebraucht werden: erfassen, über längere Zeit verfügbar halten und daraus Lernentwicklungsberichte, Förderpläne oder Gesprächsvorbereitungen erstellen. Kipti passt außerdem, wenn mehrere Fachrollen mit geregelten Zugriffsrechten am selben Stand arbeiten und Verarbeitungsorte vertraglich festgelegt sein sollen.

  • eigene Beobachtungen die Grundlage mehrerer Dokumente sein sollen
  • mehrere Fachrollen mit geregelten Zugriffsrechten zusammenarbeiten
  • Verarbeitungsorte und Löschfristen vertraglich festgelegt sein sollen
FAQ

Häufige Fragen

Antworten zur Einordnung von Kipti und ChatGPT.

Für wiederkehrende Schülerdokumentation ja, für allgemeine KI-Aufgaben nicht vollständig. ChatGPT ist breiter für offene Einzelaufgaben. Kipti ist auf Beobachtungen, schülerbezogenen Kontext, Dokumententwürfe und geregelte Zusammenarbeit im Team ausgerichtet.

Nicht pauschal. Die Schule muss das konkrete Angebot, den Vertrag, Datenkontrollen, Speicher- und Verarbeitungsoptionen, die Datenkategorie, Rechtsgrundlage, den Zweck und die lokale Freigabe prüfen. Consumer-, Business-, Enterprise-, Edu- und API-Angebote haben unterschiedliche Bedingungen. Stand der Anbieterangaben: 29.07.2026.

So pauschal nicht. Beide schließen Training standardmäßig aus und bieten zusätzliche Kontrollen. Ein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag ist allerdings für ChatGPT Business, Enterprise und die API vorgesehen – für ChatGPT Edu gilt stattdessen OpenAIs Student Data Privacy Agreement, ein an US-Recht orientiertes Instrument. Zudem führt OpenAIs DPA sensible Daten nicht als regulär beabsichtigte Übermittlung auf. Datenart, Zweck, Rechtsgrundlage, Konfiguration, Transfers und Freigaben sind gesondert zu prüfen. Angaben nach OpenAIs Enterprise-Privacy- und DPA-Dokumentation, Stand 29.07.2026.

Der CLOUD Act von 2018 erstreckt bestimmte Herausgabe- und Sicherungspflichten des US-Rechts auf Daten, die ein erfasster Anbieter in seiner Verfügungsgewalt hat – unabhängig davon, ob sie in den USA oder außerhalb gespeichert sind. EDSA und EDSB betonen in ihrer gemeinsamen Antwort vom 10.07.2019, dass er keine anlasslose Massenerhebung erlaubt, sondern zielgerichtete Anordnungen mit Verfahrensgarantien regelt, und dass sein Anwendungsbereich in Teilen ungeklärt ist. Ob ein bestimmter Anbieter erfasst ist, ist deshalb eine Frage des Einzelfalls; wir treffen dazu für keinen Anbieter eine Aussage. Für Kipti gilt die vertragliche Festlegung im AVV, dass für personenbezogene Daten dokumentierter Personen keine technischen Mittel für einen Zugriff von außerhalb der EU bestehen.

So weit reicht der Vergleich nicht. ChatGPT bleibt breiter für offene Assistenzaufgaben. Kipti ersetzt das nicht generell, sondern spezialisiert den Prozess für schülerbezogene Dokumentation und multiprofessionelle Zusammenarbeit.

Das hängt vom Anbieter und der Produktstufe ab. Kipti schließt die Nutzung von Kundendaten zum Training oder zur Verbesserung von KI-Modellen vertraglich aus. Bei OpenAI gilt für Dienste für Einzelpersonen, dass Inhalte für die Modellverbesserung verwendet werden können, solange nicht widersprochen wird; für ChatGPT Business, Enterprise, Edu und die API ist Training mit Ein- und Ausgaben laut OpenAI standardmäßig ausgeschlossen. Stand der Anbieterangaben: 29.07.2026.

Die öffentlich verfügbaren Produkt- und Vertragsangaben wurden am 29.07.2026 abgerufen. Verbindlich sind immer die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter.

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