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Bildung

Das Förderprogramm „Klasse 0": Ein neuer Ansatz für den Schulstart

Sina Schriewer
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Teaserbild zum Förderprogramm Klasse 0

Das Förderprogramm „Klasse 0”: Ein neuer Ansatz für den Schulstart

Immer mehr Kinder weisen bei der Einschulung deutliche Entwicklungsdefizite auf, insbesondere in den Bereichen Verhalten, Konzentration und Sprache. Das bundesweite Programm „Klasse 0” setzt an diesem Punkt an: Es unterstützt Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt bereits vor dem Schulstart.

Ursprung und Konzept

Das Modell wurde ursprünglich an der Gräfenau-Grundschule in Ludwigshafen von Schulleiterin Barbara Mächtle entwickelt. Es richtet sich an Vorschulkinder, die beispielsweise kaum oder gar keine Kita-Erfahrung sammeln konnten.

Das Konzept sieht vor, dass die zukünftigen Erstklässler:

Dabei geht es nicht um frühe Leistungstests oder das Vorwegnehmen von Schulstoff, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz. Im Fokus stehen die Förderung der Sprache, der sozial-emotionalen Entwicklung sowie der motorischen Fähigkeiten. Ziel ist es, den Übergang in die Schule abzufedern, Orientierung zu geben und Lernfreude zu wecken.

Übersichtsgrafik zum Förderprogramm Klasse 0

Bundesweite Ausweitung durch Stiftungen und Wirtschaft

Nachdem das Projekt unter anderem durch die Talkshow „Markus Lanz” breitere öffentliche Aufmerksamkeit erlangte, stellte das Unternehmen ROSSMANN zunächst eine Million Euro zur Verfügung, um 100 Schulen die Umsetzung des Konzepts zu ermöglichen. Jede teilnehmende Schule erhält bis zu 8.000 Euro für pädagogisches Personal und Materialien.

Die Resonanz war mit über 250 Bewerbungen enorm. Mittlerweile wächst die Initiative weiter: Auch Unternehmen wie BASF und Procter & Gamble sowie verschiedene Stiftungen haben finanzielle Unterstützung zugesagt, wodurch der Fördertopf aufgestockt und weitere Schulen in das Programm aufgenommen werden konnten. Koordiniert und professionell begleitet wird die bundesweite Umsetzung von der gemeinnützigen Bildungsinitiative #wirfürschule.

Vernetzung und Ausblick

Begleitet wird die Kommunikation und Vernetzung der beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen unter anderem durch die Community-Plattform edusiia. Dort wurde für „Klasse 0” ein offener Raum eingerichtet, in dem sich zu Methoden, praktischer Umsetzung und erprobten Materialien ausgetauscht werden kann.

Auch wir stehen mit teilnehmenden Schulen im Austausch. Wir werden die weiteren Entwicklungen von „Klasse 0” im Auge behalten und sind gespannt, wie sich dieses Pilotprojekt in der Praxis bewährt.


Literaturhinweise und weiterführende Informationen:

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